Die Geschenkidee
Indianer-Schmuck aus dem Yakinõ-Projekt

je nach Ausführung 12,- bis 15,50 EUR



Die Ketten sind aus verschiedenen Samen von den Sateré Mawé Indianern gefertigt, die an den Amazonasnebenflüssen Andira und Marau östlich von Manaus leben. Es ist traditionell hergestellter Schmuck und den Indianern ist es wichtig, an ihrer Lebensweise interessierten Menschen ein Stückchen ihrer Kultur zu vermitteln. Mit dem Kauf wird das Projekt YAKINÕ unterstützt



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Projekt-Paten und Spenden gesucht!
YAKINÕ, das neue Projekt der Indianer im Amazonasgebiet, sucht Paten in Deutschland. Für diese Patenschaften geeignet sind Schulklassen, Kirchengemeinden, Jugendgruppen, Firmen und auch Privatleute. Voraussetzung sind Interesse an der Problematik der Indianer und die Bereitschaft, durch Spenden, Kauf der Produkte oder Öffentlichkeitsarbeit über einen längeren Zeitraum zum Gelingen des Projektes beizutragen. Dauer dieser Unterstützung und Höhe des finanziellen Beitrags darf jede/r selbst bestimmen.
YAKINÕ - und Pro REGENWALD - bieten Information und Hilfestellung z.B. bei der Organisation von Infoständen oder Aktionswochen. Es ist geplant, eine kleine Ausstellung anzufertigen (ab September verfügbar), die ausgeliehen werden kann. Interessenten sollten sich umgehend melden - per Mail oder unter Tel: 089-359 8650

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Pro REGENWALD unterstützt Indianer auf dem Weg in die Unabhängigkeit

Beitrag aus News-Letter Nr. 15, November 2000

In Amazonien herrscht noch das Gesetz des Dschungels, oder besser gesagt, der Geist des Frühkapitalismus. Denn wo immer die Indianer ihre Waldprodukte verkaufen wollen, um sich etwas Geld für dringend benötigte Waren zu verdienen, sind 'unfaire' Zwischen- händler da. Diese sorgen einerseits dafür, daß Waldprodukte wie Öle, Medizinpflanzen, Kunsthandwerk und Waldfrüchte den Weg zu den Kunden finden und andererseits die Indianer- gemeinschaften mit den nötigsten Industrieprodukten versorgt werden. Meist aber werden die Indianer bei den Geschäften über den Tisch gezogen.

Denn die Zwischenhändler achten vor allen Dingen darauf, daß die Aufkaufpreise niedrig bleiben. Gerade eben so hoch, daß sich noch genügend Indianer finden, die sich die Mühe machen, tagelang zu sammeln, zu schnitzen und zu rösten. Aber so niedrig, daß es eben noch für die allernotwendigsten Einkäufe reicht, die zudem noch überteuert angeboten werden. An Ersparnisse für Investitionen ist nicht zu denken. Etwa für ein Motorboot, mit dem die Indianer selbst zu den Kunden fahren könnten, um bessere Preise zu erzielen.

Damit es nicht bei dieser Abhängigkeit bleibt, hat die Koordinationsstelle der Indianerorganisationen im brasilianischen Amazonien (COIAB) das Projekt YAKINÕ - gestartet, das jetzt von Pro REGENWALD ideell und finanziell unterstützt wird. YAKINÕ, das bedeutet in der Indianersprache 'Kollektive Arbeit', soll eine eigenständige 'Stiftung für Indigene Produkte und Kultur' werden. Das COIAB-Projekt bezieht zur Zeit in der Amazonasstadt Manaus ein Haus, welches Anlaufstelle und Zentrum sein wird.

Von dort soll der Beratungs- und Vermarktungsservice aufgebaut werden, der den indianischen Produzenten direkten Zugang zu Absatzmärkten bietet.


Einige Workshops mit Produzenten und Koordinatoren haben schon stattgefunden - und es gibt die ersten Produkte zu kaufen.

Dr. Nicole Freris, die über sechs Jahren als Ärztin bei den Indianern gearbeitet hat, koordiniert das Projekt: 'In meiner Arbeit ist mir immer wieder deutlich geworden, daß Gesundheit nicht von der wirtschaftlichen Situation in den Dörfern getrennt werden kann. Sobald eine Gemeinschaft die Möglichkeit hat, zu fairen Preisen und mit einer gewissen Abnahmegarantie ihre Produkte zu verkaufen, geht es den Leuten gesundheitlich besser. Und dann passen sie auch viel engagierter und mit mehr Möglichkeiten auf ihren Wald auf.'

Pro REGENWALD unterstützt die indigenen Völker seit mehr als zehn Jahren beim Kampf um ihre traditionellen Landrechte. Doch das allein reicht nicht aus. Die Indianer können nur dann auch in Zukunft selbst über ihre Lebens- und Wirtschaftsweise entscheiden, wenn sie nicht ständig Eindringlingen wie Goldsuchern oder Holzfirmen oder eben den vorher genannten Zwischenhändlern ausgeliefert sind. Zusätzlich wichtig an der Projektidee ist, daß YAKINÕ versucht, eine alternative Nutzungsweise der Regenwälder auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen. Bislang wird im Regenwald meist in zerstörerische Projekte, wie Holzeinschlag, Ölgewinnung oder Goldminen investiert.

Wir werden deshalb das neue Projekt der Indianer finanziell unterstützen und dafür Gelder bei öffentlichen Stellen und privaten Stiftungen beantragen. Dafür benötigen wir aber auch Ihre/Deine Mithilfe, denn in der Regel werden solche Fördermittel nur bewilligt, wenn ein angemessener Eigenanteil beigesteuert wird.





Dieses Projekt wird organisiert von Coiab, Brasilien und unterstützt von Pro REGENWALD.